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Mit Rat und Tat: Kompostierung

Fast jeder Gärtner wird sich dazu schon informiert und Gedanken gemacht haben. Das ist auch sehr gut so, denn guter Kompost ist für das ökologische bzw. naturnahe Gärtnern sehr wichtig. Die Pflanzenreste und Küchenabfälle müssen ohnehin entsorgt werden und wenn man es richtig macht, erhält man wunderbaren, nährstoffreichen Kompost, der den Boden belebt und düngt. Man kann entweder eine Kompostmiete anlegen, ein Silo oder eine vorgefertigte Variante aus dem Handel. Die Grundregeln, die man bei der Anlage beachten muss, sind immer gleich. Die Fläche, auf der unser Kompost steht, darf nicht versiegelt sein. Nur so können unsere natürlichen Helfer aus dem Erdreich in den Kompost gelangen um ihre Arbeit zu verrichten. Der Standort sollte möglichst im Halbschatten liegen. So trocknet die Sommersonne ihn nicht zu sehr aus und es wird auch im Winter nicht nasskalt. Der Kompost braucht Wärme, Luft und Feuchtigkeit, um optimal zu reifen.

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Der Platz ist also ausgewählt und nun kann geschichtet werden. Das Pflanzenmaterial verrottet besonders schnell, wenn es klein geschnitten oder geschreddert wird. Die erste Schicht sollte möglichst aus Zweigen, trockenen Stängeln von Stauden oder ähnlichem Material bestehen. Jetzt kann grünes, wie Pflanzenreste oder ähnliches, darauf geschichtet werden. Auch Küchenabfälle wie Kartoffelschalen, Kaffefilter und so weiter. Sind Kaninchen, oder andere Kleintiere vorhanden auch deren Mist samt Einstreu. Dann kann eine dünne Schicht Rasenschnitt oder Laub folgen. Darauf wieder etwas gröberes Material wie Stängel oder ähnliches, dann gemischte Abfälle aus Küche und Garten. So oder ähnlich sollte immer weiter aufgebaut werden. Wenn es draußen sehr warm und trocken ist oder auch wenn viel trockenes Material aufgebracht wurde, muss man den Kompost zwischendurch gießen. Wenn man hierfür Brennnesseljauche verwendet, benötigt man nicht unbedingt noch andere Zusatzstoffe. Ist der Aufbau der Schichten abgeschlossen, sollte dieser noch mit Gras oder Laub abgedeckt werden.

Dies ist nur eine kurze und grobe Übersicht zu diesem umfangreichen Thema. Wer mehr erfahren möchte findet viel Literatur und auch Beiträge im Internet.

Autorin: B. Gollnick


Quelle:

Kreuter, Marie-Luise (1993): Der Bio-Garten, 16.Auflage, BLV Verlagsgesellschaft mbH München Wien Zürich